| 20:22 Uhr

Kein Ende in Sicht
Von der Leyen stellt Truppe auf langen Einsatz in Afghanistan ein

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) spricht im afghanischen Masar-i-Scharif mit Soldaten der Bundeswehr.
Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) spricht im afghanischen Masar-i-Scharif mit Soldaten der Bundeswehr. FOTO: dpa / Michael Kappeler
Masar-i-Scharif. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat die Bundeswehr in Afghanistan auf einen Einsatz ohne absehbares Ende eingestimmt. Das Land sei noch nicht in der Lage, alleine die Sicherheitsverantwortung zu übernehmen, sagte die CDU-Politikerin gestern bei ihrem Besuch im deutschen Feldlager im nordafghanischen Masar-i-Scharif. „Es ist nicht eine Frage des Zeitplanes, der stur abgearbeitet wird.“ Das Engagement hänge von Erfolgen und dem Zustand im Land ab. „Wir brauchen Geduld, wir brauchen einen langen Atem.“

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat die Bundeswehr in Afghanistan auf einen Einsatz ohne absehbares Ende eingestimmt. Das Land sei noch nicht in der Lage, alleine die Sicherheitsverantwortung zu übernehmen, sagte die CDU-Politikerin gestern bei ihrem Besuch im deutschen Feldlager im nordafghanischen Masar-i-Scharif. „Es ist nicht eine Frage des Zeitplanes, der stur abgearbeitet wird.“ Das Engagement hänge von Erfolgen und dem Zustand im Land ab. „Wir brauchen Geduld, wir brauchen einen langen Atem.“


Gemeinsam mit Abgeordneten des Bundestags machte sie sich gestern ein Bild von der Lage vor Ort und besuchte unter anderem einen Stützpunkt der afghanischen Luftwaffe. Vieles habe sich für die Bevölkerung zum Positiven gewendet, sagte von der Leyen. Aber für die afghanischen Sicherheitskräfte sei es noch schwer, dem Druck der Taliban standzuhalten. Die Sicherheitskräfte kontrollierten derzeit 60 Prozent der Landesfläche. „Das ist gut, aber noch lange nicht genug.“ So wichtig die afghanischen Sicherheitskräfte für den Schutz der Bevölkerung und den Kampf gegen den Terror seien – eine dauerhaft tragfähige Lösung könne es nur durch einen politischen Prozess geben.

Der verlustreichste Einsatz in der Geschichte der Bundeswehr läuft bereits seit mehr als 16 Jahren, inzwischen nur noch als Ausbildungsmission.