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| 20:38 Uhr

Volkswagen setzt auf saarländische Forschung

Wolfgang Wahlster
Wolfgang Wahlster FOTO: Vogel
Wolfsburg. Saarländische Forschung soll die Autos des VW-Konzerns in die fahrerlose Zukunft führen und ihre Produktion verbessern. Das vereinbarte VW mit dem Saarbrücker Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. Thomas Sponticcia

Der Volkswagen-Konzern strebt mit Hilfe des Saarlandes einen Wettbewerbsvorsprung auf möglichst vielen internationalen Märkten an. Um dies zu erreichen, wurde gestern in Wolfsburg in Anwesenheit von VW-Konzernchef Matthias Müller und Personalvorstand Karlheinz Blessing eine umfangreiche strategische Zusammenarbeit des weltgrößten Autobauers mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) vereinbart. Von dem Saarbrücker Institut sollen zahlreiche Entwicklungen vorangetrieben werden, die das autonome Fahren fördern. Außerdem geht es um kostengünstige Anwendung neuer Apps im Fahrzeug sowie eine bessere Zusammenarbeit von Mensch und Roboter in den VW-Werken weltweit. DFKI-Chef Wolfgang Wahlster prognostizierte gestern den Einsatz fahrerloser Taxis binnen zehn Jahren.

VW-Chef Müller nannte das DFKI die weltweit renommierteste Wissenschaftseinrichtung für Künstliche Intelligenz . Nach Ansicht von Personalvorstand Blessing bietet das Saarland neben seiner "hervorragenden Informatik" auch wegen seiner Mischung aus Autoherstellung und Zulieferbetrieben beste Voraussetzungen, um Produkte für den globalen Markt zu entwickeln. VW wird gleichzeitig neuer Gesellschafter des DFKI und entsendet den Leiter seiner Konzernforschung, Jürgen Leohold, in dessen Aufsichtsrat. Nach Blessings Angaben sollen Einzelprojekte im Millionen- beziehungsweise zweistelligen Millionenbereich angegangen werden. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh sagte, Informationstechnologie sei das Nervensystem des Unternehmens. Die Mitarbeiter müssten top qualifiziert sein.

Interesse am Saarland zeigt nicht nur VW . Dem Vernehmen nach kommen neben VW-Boss Müller auch die Chefs von BMW und Mercedes im Juni ins Saarland, um dort bei einem Autogipfel dessen Potenzial auszuloten. > e, A 4 Meinung