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Vier von fünf Putzfrauen arbeiten schwarz

Düsseldorf. In deutschen Privathaushalten arbeiten auch nach der Einführung neuer legaler Beschäftigungsmöglichkeiten rund 80 Prozent der Haushaltshilfen schwarz. Im Jahr 2015 seien vier Fünftel der insgesamt rund 3,6 Millionen Haushaltshilfen "in keinem legalen Verhältnis beschäftigt" gewesen, heißt es in einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). afp/dpa

In deutschen Privathaushalten arbeiten auch nach der Einführung neuer legaler Beschäftigungsmöglichkeiten rund 80 Prozent der Haushaltshilfen schwarz. Im Jahr 2015 seien vier Fünftel der insgesamt rund 3,6 Millionen Haushaltshilfen "in keinem legalen Verhältnis beschäftigt" gewesen, heißt es in einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).


Der Erhebung zufolge waren im Vorjahr in etwa neun Prozent aller Privathaushalte Putz- oder sonstige Hilfen tätig. Im Verlauf der vergangenen zehn Jahre sei die Zahl der illegal beschäftigten Haushaltshilfen immerhin um 600 000 bis 800 000 Personen gesunken, heißt es in der IW-Studie. Wirtschaftsexperte Friedrich Schneider sprach sich indes im Berliner "Tagesspiegel" für mehr Toleranz gegenüber Schwarzarbeit aus: "Der Staat solle sich großzügig zeigen und Schwarzarbeit im Haushaltssektor tolerieren", sagte der Wirtschaftsprofessor an der Linzer Universität. Vor allem Frauen könnten dank Haushaltshilfen mehr arbeiten, was dem Staat in Form von Abgaben zugute komme.