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Viele Saarländer gucken bei der Sonnenfinsternis in den Mond

Saarbrücken. Thomas Schäfer

Stell dir vor, es ist Sonnenfinsternis und keiner guckt hin. Wenn das seltene Naturschauspiel am Freitag um 10.35 Uhr im Saarland seinen Höhepunkt erreicht, könnte genau das passieren. Denn die speziellen Schutzbrillen, die Augenärzte dringend empfehlen, um bleibende Schäden beim Blick auf die bei uns vom Mond bis zu 74 Prozent verdeckte Sonne zu verhindern, sind hierzulande Mangelware.

Das zeigt eine stichprobenartige SZ-Umfrage bei Optikern und Fotofachgeschäften. Von "Tut uns leid, das haben wir irgendwie verschwitzt", über "Die Hersteller können keine mehr liefern" bis hin zu "Da muss ich mal im Keller nachschauen", reichten die Antworten. Mit Ausnahmen: Bei "Opticland Die Brille" in Bous zum Beispiel hat man die Restbestände an "Sofi"-Brillen von 2003 aus dem Lager geholt. Für 3,50 Euro waren gestern Nachmittag beim gleichen Anbieter in Dillingen welche vorhanden, ebenso bei "Brillen Mahl" in Lebach. Ansonsten sah's ziemlich finster aus für den sicheren Blick auf das Ereignis, das so im Saarland erst 2026 wiederkommt.