| 20:44 Uhr

Präsidentenwahl
USA verhängen Sanktionen gegen Russland

Washington. Mit Verzug hat die Regierung von US-Präsident Donald Trump wegen mutmaßlicher russischer Einflussnahme auf die Präsidentenwahl 2016 Sanktionen gegen Moskau verhängt. Die Strafmaßnahmen richten sich gegen 19 Personen und fünf Organisationen, wie das Finanzministerium gestern in Washington mitteilte. Es geht dabei zum einen um Hackerangriffe und Kampagnen während des Wahlkampfes 2016 und zum anderen um die berüchtigte Cyberattacke „NotPetya“, die vor allem die Ukraine traf.

Mit Verzug hat die Regierung von US-Präsident Donald Trump wegen mutmaßlicher russischer Einflussnahme auf die Präsidentenwahl 2016 Sanktionen gegen Moskau verhängt. Die Strafmaßnahmen richten sich gegen 19 Personen und fünf Organisationen, wie das Finanzministerium gestern in Washington mitteilte. Es geht dabei zum einen um Hackerangriffe und Kampagnen während des Wahlkampfes 2016 und zum anderen um die berüchtigte Cyberattacke „NotPetya“, die vor allem die Ukraine traf.


Der US-Kongress hatte bereits im vergangenen Juli ein Gesetzespaket mit Sanktionen gegen Moskau verabschiedet und damit Trump unter Zugzwang gesetzt. Bislang machte die Regierung aber keinen Gebrauch von den Maßnahmen. Das sorgte auch deswegen für Kritik, weil Trump wiederholt angezweifelt hatte, dass Russland hinter den Einmischungsversuchen auf den Wahlkampf steht. Viele Abgeordnete und Senatoren beider Parteien werfen dem Präsidenten ohnehin eine zu große Nähe zu Russland vor. Betroffen von den gestern verhängten Sanktionen sind mehrere Offizielle des russischen Inlandsgeheimdienstes GRU.

Das Finanzministerium erklärte, der GRU und das russische Militär seien „direkt“ an der Einmischung in den Präsidentschaftswahlkampf 2016 beteiligt gewesen. Das Militär sei zudem verantwortlich für die „NotPetya“-Attacke. Dabei hatte ein Virus zunächst Rechner in der Ukraine befallen, ehe er sich auf Geschäftspartner ukrainischer Firmen im europäischen, amerikanischen und asiatischen Ausland ausweitete.