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Peking
USA halten an Sanktionen gegen Nordkorea fest

Mike Pompeo, 
Außenminister der USA
Mike Pompeo, Außenminister der USA FOTO: dpa / -
Peking. Nach dem Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un wollen die USA an internationalen Sanktionen festhalten. „Wir haben sehr deutlich gemacht, dass die Sanktionen und die wirtschaftlichen Erleichterungen, die Nordkorea erfahren wird, erst nach der vollständigen Denuklearisierung erfolgen werden“, sagte US-Außenminister Mike Pompeo gestern bei einem Treffen mit seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi in Peking. Pompeo bekräftigte zudem, dass die USA weiterhin am Ziel einer „vollständigen, überprüfbaren und unumkehrbaren“ Denuklearisierung festhalten würden.

Unter Denuklearisierung sei eine komplette atomare Abrüstung zu verstehen.


China lobte derweil die Ergebnisse, die die USA und Nordkorea in ihren Verhandlungen erreicht haben. Der Gipfel in Singapur hätten den Weg für eine „friedliche Beilegung“ des Atomkonflikts geebnet, sagte Wang Yi während des Treffens mit Pompeo. Die Gespräche zwischen Kim und Trump seien von „historischer Bedeutung“ gewesen. Peking gilt als ein heimlicher Gewinner des Treffens in Singapur, bei dem Kim bekräftigte, die Denuklearisierung voranzutreiben zu wollen und Trump ankündigte, dass die gemeinsamen Militärmanöver mit Südkorea in der Region eingestellt werden. China kommt beides entgegen, da es weder nordkoreanische Atomwaffen noch eine große Zahl von US-Truppen vor der eigenen Haustür will.