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Kommentar
Und wieder einmal schießt Trump aus der Hüfte

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Worauf man sich verlassen kann bei Donald Trump, sind die immergleichen Reflexe. Während die New Yorker zur Tagesordnung übergehen, schießt der US-Präsident einmal mehr aus der Hüfte. Er verlangt verschärfte Bestimmungen für Einwanderer, als ob dies das Patentrezept wäre, um Fanatiker zu stoppen. Als ob sich so verhindern ließe, dass jemand im Internet radikales Gedankengut aufsaugt. Weil es ein Immigrant aus Bangladesch war, der in Manhattan eine Bombe zündete, will Trump ein Gesetz kippen, das Menschen aus dem ärmeren Teil der Welt millionenfach den Weg in die Vereinigten Staaten ebnete.

Trump wettert gegen ein Paragrafenwerk, mit dem das Land darauf verzichtete, Einwanderern aus Europa weiterhin den Vorzug vor Asiaten, Afrikanern und Lateinamerikanern zu geben. Der Mann im Oval Office denkt offensichtlich nicht lange nach, wenn er die Chance wittert, aus Terror politisches Kapital zu schlagen.