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UN-Generalversammlung
Trump ruft zur Isolation des Irans auf

New York. Vor der UN-Vollversammlung will der US-Präsident andere Nationen für seinen Kurs gegen Teheran gewinnen. dpa/afp

US-Präsident Donald Trump hat vor der UN-Vollversammlung eine weltweite Isolation der Regierung im Iran gefordert. „Wir rufen alle Nationen dazu auf, das iranische Regime zu isolieren, solange seine Aggressionen andauern“, sagte Trump gestern bei seiner Rede bei den Vereinten Nationen in New York.


Trump verteidigte den einseitigen Rückzug der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran und die damit verbundenen US-Sanktionen, die seit August wieder wirksam sind. Durch den wirtschaftlichen Druck sollten der Regierung in Teheran die Gelder dafür verwehrt werden, „ihre blutigen Absichten zu verfolgen“. Die EU hält unverändert an dem Atomabkommen mit dem Iran fest.

Der US-Präsident betonte, am 5. November werde eine zweite Runde an Sanktionen wieder in Kraft gesetzt werden, die unter anderem den für den Iran überaus wichtigen Ölhandel betreffen. Trump nannte die Führung in Teheran eine „korrupte Diktatur“.



Unmittelbar vor seiner Rede hatte Trump ein Treffen mit seinem iranischen Kollegen Hassan Ruhani vor einem Politikwechsel Teherans ausgeschlossen. Trump wiederholte, die iranische Führung wolle mit ihm zusammenkommen. Ruhani sagte dem US-Sender CNN dagegen: „Weder dieses noch letztes Jahr haben wir ein solches Treffen mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten angefragt.“

Trump warb bei seiner Rede eindringlich dafür, nationalen Interessen den Vorrang vor einer globalen Weltordnung einzuräumen. „Wir lehnen die Ideologie des Globalismus ab und wir huldigen der Doktrin des Patriotismus.“

Der US-Präsident bekräftigte auch seine massive Kritik an Deutschland wegen der Pipeline Nord Stream 2. Deutschland werde „total abhängig von russischer Energie werden, wenn es nicht sofort seinen Kurs ändert“, so Trump.