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Unternehmensbeteiligungen erhöhen Schulden der Länder

Berlin/Saarbrücken. Die 16 Bundesländer sind einer Studie zufolge durch Unternehmensbeteiligungen zusätzlich mit 112 Milliarden Euro verschuldet. Diese Schulden steckten 2014 in öffentlichen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen der Länder und Stadtstaaten, wie aus einer Untersuchung des Deutschen Steuerzahlerinstituts (DSi) hervorgeht, über die der "Focus" berichtete. Die 112 Milliarden Euro erhöhen die Gesamtverschuldung der Länder, die Ende 2014 bei 547 Milliarden lag, um 17 Prozent. dpa/kes

Die 16 Bundesländer sind einer Studie zufolge durch Unternehmensbeteiligungen zusätzlich mit 112 Milliarden Euro verschuldet. Diese Schulden steckten 2014 in öffentlichen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen der Länder und Stadtstaaten, wie aus einer Untersuchung des Deutschen Steuerzahlerinstituts (DSi) hervorgeht, über die der "Focus" berichtete. Die 112 Milliarden Euro erhöhen die Gesamtverschuldung der Länder, die Ende 2014 bei 547 Milliarden lag, um 17 Prozent.


Die Unterschiede zwischen den Ländern sind groß. So steckten in Hamburg 32 Prozent der Gesamtschulden in öffentlichen Unternehmen, in Bayern fünf und in Sachsen-Anhalt null. Im Saarland machen die Beteiligungen, etwa am Flughafen, demnach 13 Prozent der Gesamt-Verschuldung (15,6 Milliarden Euro ) aus. Die Studie kritisiert zudem die laxe Berichterstattung über Beteiligungen des Saarlands. Die letzte stamme von 2011.