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Türkei will nach Anschlag Grenzregion zu Syrien „säubern“

Gaziantep. Die Türkei will die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) von der türkisch-syrischen Grenze zurückdrängen. "Unsere Grenze muss vollständig von Daesh (IS) gesäubert werden", sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu gestern vor Journalisten in Ankara, zwei Tage nach dem Anschlag auf eine kurdische Hochzeit im südosttürkischen Gaziantep . Die Türkei macht den IS für das Attentat am Samstagabend verantwortlich, bei dem mindestens 54 Menschen getötet wurden. Unter den Opfern sind vor allem Kinder und Jugendliche. Für den Selbstmordanschlag soll ein 12 bis 14 Jahre altes Kind benutzt worden sein, dessen Identität jedoch noch unklar ist. Agentur

Die türkische Zeitung "Hürriyet" berichtete gestern, auf Überwachungskameras in Gaziantep sei zu sehen, dass das Kind von zwei Personen begleitet worden sei. Sie hätten sich entfernt, bevor die Bombe detonierte.


Versäumnisse beim Kampf gegen den IS im eigenen Land sieht Außenminister Cavusoglu nicht. Die Co-Chefin der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP, Figen Yüksekdag, warf den Sicherheitsbehörden und der Regierung dagegen Versagen vor.