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Trump will nach Skandal-Woche wieder Tritt fassen

Green Bay. Nach einer schlechten Wahlkampf-Woche mit sinkenden Umfragewerten und scharfer Kritik aus den eigenen Reihen versucht Donald Trump , wieder Tritt zu fassen. Am Wochenende stellte sich der US-Republikaner hinter zwei prominente Parteikollegen, denen er bisher die Unterstützung versagt hatte: den Vorsitzenden des Abgeordnetenhauses, Paul Ryan , und Senator John McCain aus Arizona. Beide bewerben sich um eine Wiederwahl in den Kongress. Agentur

Mit seinem Einlenken wollte der Präsidentschaftskandidat offensichtlich seine eigene Partei beruhigen. In den vergangenen Tagen hatte sich Trump eine ganze Reihe von Patzern geleistet. Unter anderem legte er sich mit dem Vater eines im Irak getöteten muslimischen Soldaten an und soll bei einem Auftritt eine Frau mit einem schreienden Baby aus dem Saal geworfen haben. Allerdings widersprach die Mutter dieser Darstellung in einem Bericht der "Washington Post". "Er hat einen Witz gemacht und das war auch sehr deutlich als solcher zu erkennen", sagte sie der Zeitung. Sie sei wenig später mit ihrem Kind wieder auf ihren Platz zurückgekehrt. Ein kanadischer Reporter, der unmittelbar hinter der Frau saß, bestätigte die Darstellung der Mutter. Der Vorfall hatte weltweit für Kopfschütteln gesorgt und der Kampagne von Trumps Rivalin Hillary Clinton als Futter für Wahlkampfangriffe gedient.