| 20:49 Uhr

Regierung will Auskunftspflicht für Mütter von „Kuckuckskindern“

Berlin. Die Bundesregierung will gesetzliche Auskunftspflichten für Mütter möglicher "Kuckuckskinder" erweitern. Das Kabinett beschloss gestern einen Gesetzentwurf, wonach die Frau eines sogenannten Scheinvaters diesem über den leiblichen Vater des Kindes Auskunft geben muss. Voraussetzung ist allerdings unter anderem, dass die Auskunft zur Feststellung eines Unterhaltsanspruchs erforderlich ist. Konkret soll sich der Vorlage von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD ) zufolge die Auskunftspflicht der Mutter auf Sexualpartner beziehen, die sie während der Empfängniszeit des Kindes hatte. Agentur

Nur wenn schwerwiegende, "unzumutbare" Gründe gegen eine solche Pflicht zur Benennung des leiblichen Vaters sprechen, soll die Mutter auch das Recht haben, diesen zu verschweigen. Künftig soll der Scheinvater für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren die Erstattung der Unterhaltskosten vom leiblichen Vater des Kindes zurückverlangen können.