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Hendricks will für Wohnungsbau das Grundgesetz ändern

Berlin. Bundesbauministerin Barbara Hendricks will zurück zur gemeinsamen Zuständigkeit von Bund und Ländern für den Wohnungsbau und dafür das Grundgesetz ändern. "Wohnungsbau ist derzeit Ländersache. Aber der Bedarf ist so riesig, dass die Länder das auf Dauer nicht alleine stemmen können", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Wir brauchen die Grundgesetzänderung, um als Bundesregierung wirksam dort helfen zu können, wo die Wohnungsnot am größten ist." Agentur

Bundesbauministerin Barbara Hendricks will zurück zur gemeinsamen Zuständigkeit von Bund und Ländern für den Wohnungsbau und dafür das Grundgesetz ändern. "Wohnungsbau ist derzeit Ländersache. Aber der Bedarf ist so riesig, dass die Länder das auf Dauer nicht alleine stemmen können", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Wir brauchen die Grundgesetzänderung, um als Bundesregierung wirksam dort helfen zu können, wo die Wohnungsnot am größten ist."


Seit 2006 ist der Wohnungsbau in der Verantwortung der Bundesländer, noch bis 2019 hilft der Bund aber finanziell mit. Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW begrüßte den Vorstoß gestern. In Deutschland wurden im vergangenen Jahr zwar so viele Wohnungen fertiggestellt wie seit fast zehn Jahren nicht mehr. Der Mieterbund beklagt aber, dass vor allem Sozialwohnungen und Mietwohnungen im mittleren und unteren Preissegment rar seien. Demnach fehlen vor allem in den Ballungsgebieten zwischen 800 000 und einer Million Wohnungen, so dass im Jahr mindestens 400 000 neue Einheiten notwendig seien.