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Gericht bestätigt Verschleierungs-Verbot für Schülerin

Osnabrück. Eine muslimische Schülerin in Osnabrück darf nach einem Gerichtsentscheid nicht mit Gesichtsschleier ein Abendgymnasium in der Stadt besuchen. Das Verwaltungsgericht Osnabrück lehnte gestern einen Antrag der Frau auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes ab. Damit dürfe sie auch weiterhin den Niqab beim Besuch der Schule nicht tragen. Die 18-jährige Deutsche muslimischen Glaubens war nicht zur Verhandlung erschienen. Das Gericht hob den Erörterungstermin auf (Az. 1 B 81/16). kna

Eine muslimische Schülerin in Osnabrück darf nach einem Gerichtsentscheid nicht mit Gesichtsschleier ein Abendgymnasium in der Stadt besuchen. Das Verwaltungsgericht Osnabrück lehnte gestern einen Antrag der Frau auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes ab. Damit dürfe sie auch weiterhin den Niqab beim Besuch der Schule nicht tragen. Die 18-jährige Deutsche muslimischen Glaubens war nicht zur Verhandlung erschienen. Das Gericht hob den Erörterungstermin auf (Az. 1 B 81/16).


Zur Begründung teilte das Gericht mit, die Antragstellerin hätte die von ihr empfundene Konfliktlage gegenüber der Kammer erläutern müssen. Nur dann hätte das Gericht zwischen dem von ihr geltend gemachten Recht auf Religionsfreiheit und dem ebenfalls mit Verfassungsrang ausgestatteten staatlichen Bildungsauftrag abwägen können. Diese Möglichkeit habe die Frau nicht genutzt, so die Richter. Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig. Gegen ihn ist Beschwerde beim Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht in Lüneburg möglich.