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Gauck stellt sich in Flüchtlingsfrage hinter Merkel und de Maizière

Rostock. In der aktuellen Flüchtlings- und Sicherheitspolitik stellt sich Bundespräsident Joachim Gauck demonstrativ hinter Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesinnenminister Thomas de Maizière (beide CDU ). Im ZDF-Sommerinterview in Rostock hat er sich unter anderem gegen ein generelles Burka-Verbot ausgesprochen und gegen neue Debatten über eine doppelte Staatsbürgerschaft. Mit de Maizières Kurs könne er hier gut leben, so Gauck. Man müsse immer genau hinschauen, woher eine Bedrohung komme und ob sie die Einschränkung bürgerlicher Freiheiten rechtfertige. kna

Auf die Frage, ob es eine Diskrepanz zwischen seiner Haltung in der Flüchtlingspolitik und der Linie der Bundeskanzlerin gebe, sagt Gauck: "Die Bundeskanzlerin und ich verfolgen dieselbe Linie, wir verwenden nur unterschiedliche Ausdrücke. Ich vermag mir keine Regierungschefin vorzustellen, die sagt, wir schaffen das nicht. Warum sollte man eine solche Person wählen?"



Trotz aller Probleme sei Deutschland ein starkes Land, betont der Bundespräsident: "Das Land ist nicht in einem Zustand wie ein sinkendes Schiff, es ist noch nicht mal im Zustand eines schweren Orkans, sondern es sind Böen, die uns schütteln." Die Flüchtlingskrise sei eine große Herausforderung, "die es früher in dieser Zuspitzung nicht gab", sagt Gauck.