| 19:32 Uhr

Frontex plant Stresstest für europäische Grenzen

Berlin. Die EU-Grenzschutzagentur Frontex will im Herbst europäische Grenzen einem Stresstest unterziehen. "Wir wollen schauen, wie Mitgliedsstaaten darauf vorbereitet sind, mit einem Krisenfall an der EU-Außengrenze umzugehen", sagte Frontex-Chef Fabrice Leggeri der "Welt am Sonntag ". Die Schwachstellen-Analyse soll demnach im Oktober an den Grenzen einiger EU-Mitgliedsstaaten vorgenommen werden - darunter Deutschland und Griechenland. Vorbild für die Überprüfung der Grenzen sind dem Bericht zufolge jene Banken-Stresstests, die die Europäische Zentralbank (EZB) seit der Finanzkrise vornimmt. Die Schwachstellenanalyse ist laut "Welt am Sonntag " Teil einer neuen Frontex-Verordnung, die in wenigen Wochen in Kraft treten soll. afp

Die EU-Grenzschutzagentur Frontex will im Herbst europäische Grenzen einem Stresstest unterziehen. "Wir wollen schauen, wie Mitgliedsstaaten darauf vorbereitet sind, mit einem Krisenfall an der EU-Außengrenze umzugehen", sagte Frontex-Chef Fabrice Leggeri der "Welt am Sonntag ". Die Schwachstellen-Analyse soll demnach im Oktober an den Grenzen einiger EU-Mitgliedsstaaten vorgenommen werden - darunter Deutschland und Griechenland. Vorbild für die Überprüfung der Grenzen sind dem Bericht zufolge jene Banken-Stresstests, die die Europäische Zentralbank (EZB) seit der Finanzkrise vornimmt. Die Schwachstellenanalyse ist laut "Welt am Sonntag " Teil einer neuen Frontex-Verordnung, die in wenigen Wochen in Kraft treten soll.


Sie sehe zudem vor, dass die EU-Staaten künftig 1500 Beamte bereitstellen müssen, die innerhalb weniger Tage durch Frontex eingesetzt werden können. Frontex-Chef Leggeri setzt sich neben einem besseren Grenzschutz dafür ein, mehr legale Wege nach Europa zu schaffen, um damit den Druck auf die Außengrenze zu reduzieren. Aktuell kommen die meisten Migranten über den Seeweg nach Europa.