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Castor-Gegner erstreitet in Karlsruhe Schmerzensgeld

Karlsruhe. Einem Atomkraftgegner, den Polizisten bei einem Castor-Transport nach Gorleben in Gewahrsam genommen hatten, steht Schmerzensgeld zu. Das Bundesverfassungsgericht gab der Klage des Mannes statt, wie gestern in Karlsruhe mitgeteilt wurde. Agentur

Der Mann hatte mit rund 3000 anderen Demonstranten im November 2011 die Bahnstrecke zwischen Lüneburg und Dannenberg blockiert. Als er sich weigerte, die Gleise zu verlassen, brachte ihn die Polizei mit etwa 1350 anderen Protestierern zu einer nahen Wiese, wo sie ihn mindestens acht Stunden ohne richterliche Anordnung in einem provisorischen Gewahrsam hielt.