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Amt prüft 100 000 Asylbescheide

Berlin. Als Konsequenz aus dem Fall des terrorverdächtigen Bundeswehrsoldaten Franco A. sollen Zehntausende positive Asylentscheidungen vorzeitig überprüft werden. Das sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) gestern. Die ohnehin gesetzlich vorgesehene Prüfung nach normalerweise drei Jahren werde in 80 000 bis 100 000 Fällen vorgezogen. Die Arbeit daran solle im Sommer beginnen, wenn das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die Altfälle abgearbeitet habe. De Maizière sagte, die Untersuchung beim BAMF habe keine vergleichbaren Fälle zutage gefördert. Franco A. sei ein Einzelfall gewesen. In keinem anderen der 2000 stichprobenartig überprüften Verfahren seien Sicherheitsstandards verletzt worden. Anders als bei dem Soldaten seien alle anderen Anhörungen in einer landestypischen Sprache abgehalten worden. Franco A. sprach in seiner Anhörung Französisch. Zudem seien alle Dolmetscher überprüft und alle Asylbewerber erkennungsdienstlich behandelt worden. Alle BAMF-Dolmetscher müssen künftig Zweifel an der Herkunft eines Asylsuchenden melden. Franco A. hatte sich unter falscher Identität als syrischer Flüchtling ausgegeben und soll gemeinsam mit Komplizen aus einer rechten Gesinnung heraus einen Anschlag vorbereitet haben. Agentur

Als Konsequenz aus dem Fall des terrorverdächtigen Bundeswehrsoldaten Franco A. sollen Zehntausende positive Asylentscheidungen vorzeitig überprüft werden. Das sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) gestern. Die ohnehin gesetzlich vorgesehene Prüfung nach normalerweise drei Jahren werde in 80 000 bis 100 000 Fällen vorgezogen. Die Arbeit daran solle im Sommer beginnen, wenn das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die Altfälle abgearbeitet habe. De Maizière sagte, die Untersuchung beim BAMF habe keine vergleichbaren Fälle zutage gefördert. Franco A. sei ein Einzelfall gewesen. In keinem anderen der 2000 stichprobenartig überprüften Verfahren seien Sicherheitsstandards verletzt worden. Anders als bei dem Soldaten seien alle anderen Anhörungen in einer landestypischen Sprache abgehalten worden. Franco A. sprach in seiner Anhörung Französisch. Zudem seien alle Dolmetscher überprüft und alle Asylbewerber erkennungsdienstlich behandelt worden. Alle BAMF-Dolmetscher müssen künftig Zweifel an der Herkunft eines Asylsuchenden melden. Franco A. hatte sich unter falscher Identität als syrischer Flüchtling ausgegeben und soll gemeinsam mit Komplizen aus einer rechten Gesinnung heraus einen Anschlag vorbereitet haben.