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AfD-Chefin Petry befürwortet Waffenkauf zum Selbstschutz

Düsseldorf/Berlin. Die Vorsitzende der rechtspopulistischen AfD, Frauke Petry, findet es richtig, wenn sich immer mehr Bürger in Deutschland Waffen beschaffen. "Jeder Gesetzestreue sollte in der Lage sein, sich selbst, seine Familie und seine Freunde zu schützen", sagte sie den Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe. Das sei kein Grund zur Besorgnis. Petry argumentierte, viele Bürger fühlten sich zunehmend unsicher. Grund sei, dass der Staat sein Gewaltmonopol stellenweise verloren habe, weil die Polizei in Bund und Ländern "systematisch kaputtgespart" worden sei. "Wir alle wissen, wie lange es dauert, bis die Polizei , gerade in dünn besiedelten Gebieten, zum Einsatzort gefahren kommt", sagte die AfD-Chefin. Eine Verschärfung des Waffenrechts lehne ihre Partei strikt ab, weil dies "die anständigen Bürger treffen" würde. Vertreter von CDU und Grünen warfen Petry "Wildwest"-Denken vor und betonten, es sei Sache des Staates, für Sicherheit zu sorgen. epd/afp

Die Vorsitzende der rechtspopulistischen AfD, Frauke Petry, findet es richtig, wenn sich immer mehr Bürger in Deutschland Waffen beschaffen. "Jeder Gesetzestreue sollte in der Lage sein, sich selbst, seine Familie und seine Freunde zu schützen", sagte sie den Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe. Das sei kein Grund zur Besorgnis. Petry argumentierte, viele Bürger fühlten sich zunehmend unsicher. Grund sei, dass der Staat sein Gewaltmonopol stellenweise verloren habe, weil die Polizei in Bund und Ländern "systematisch kaputtgespart" worden sei. "Wir alle wissen, wie lange es dauert, bis die Polizei , gerade in dünn besiedelten Gebieten, zum Einsatzort gefahren kommt", sagte die AfD-Chefin. Eine Verschärfung des Waffenrechts lehne ihre Partei strikt ab, weil dies "die anständigen Bürger treffen" würde. Vertreter von CDU und Grünen warfen Petry "Wildwest"-Denken vor und betonten, es sei Sache des Staates, für Sicherheit zu sorgen.


Einer Umfrage zufolge verliert die AfD an Zuspruch. Die Partei kommt in dem vom Meinungsforschungsinstitut Emnid wöchentlich erhobenen aktuellen Sonntagstrend auf zehn Prozent und schneidet damit einen Prozentpunkt schlechter ab als in der Vorwoche. Somit konnte die AfD offenbar nicht von der anhaltenden Debatte über die innere Sicherheit profitieren.