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„Good Aging Index“
Studie: Saarland ist für Senioren die beste Region

Einer Studie zufolge sind die Lebensbedingungen für Senioren im Saarland besonders gut.
Einer Studie zufolge sind die Lebensbedingungen für Senioren im Saarland besonders gut. FOTO: dpa / Sebastian Gollnow
Saabrücken/Berlin. Die Lebensqualität unterscheidet sich in Deutschland deutlich. Besonders gut geht es den Saarländern. Von Pascal Becher
Pascal Becher

Rentner im Saarland haben einer neuen Studie zufolge bundesweit die besten Lebensbedingungen. Das kleinste Flächenland landet im sogenannten „Good Aging Index“ der Initiative „7 Jahre länger“ mit 68,4 Punkten auf dem ersten Platz, noch vor Bremen (65,5) und Niedersachsen (65,4). Nachbar Rheinland-Pfalz belegt mit 61,6 Punkten nur einen elften Rang und ist damit absolutes Schlusslicht im Westen. Letzter im Bundesländer-Vergleich ist indes Sachsen-Anhalt (57,8). Generell schnitten die neuen Länder unterdurchschnittlich ab.


Für den Index haben die Studienautoren die Lebensverhältnisse der Deutschen in die Bereiche „Gesundes Altern“, „Soziale Teilhabe“ und „Finanzielle Sicherheit“ und anhand von 30 Indikatoren bewertet. Das Saarland punktete dabei besonders in den ersten beiden Kategorien. Die Senioren verfügen demnach über ein auffallend großes persönliches Netzwerk. „Auch mit ihrem Optimismus und ihrer Lebenszufriedenheit stechen die Saarländer hervor“, sagen die Autoren.  Beim gesunden Altern hätten gerade die Rheinland-Pfälzer Rückstand. Sowohl der objektive als auch der gefühlte Gesundheitszustand falle klar unterdurchschnittlich aus.

Der materielle Wohlstand prägt die Platzierung im Bundesranking mitentscheidend. Daher kommen maßgeblich die schlechten Noten für die ostdeutschen Länder. Die älteren Menschen dort verfügen offensichtlich auch 28 Jahre nach der Wiedervereinigung über deutlich geringere Vermögen und die Länder über weniger Mittel für den Ausbau sozialer Infrastrukturen, urteilen die Forscher. Sie berücksichtigten in der Finanz-Kategorie aber auch, wie die Menschen ihre Lage selbst einschätzen. Und so landen die optimistischen Saarländer hier immerhin auf Platz sieben.