| 20:54 Uhr

Psychologie
Studie: Fahrassistenten bringen mehr Stress

Kempten. Autonome Autos sollen den Fahrer entlasten – zurzeit sorgen sie allerdings eher für Stress. Das haben Forscher der Hochschule Kempten in einer Studie zu Fahrassistenzsystemen moderner Autos herausgefunden. Die Forscher hatten Testpersonen in einen Fahrsimulator gesetzt, in dem ein Spurhalteassistent unter realen Bedingungen aktiv war. Das System kann durch leichtes Gegenlenken eingreifen, wenn der Fahrer unkonzentriert die Fahrbahnmarkierungen überfährt.

Autonome Autos sollen den Fahrer entlasten – zurzeit sorgen sie allerdings eher für Stress. Das haben Forscher der Hochschule Kempten in einer Studie zu Fahrassistenzsystemen moderner Autos herausgefunden. Die Forscher hatten Testpersonen in einen Fahrsimulator gesetzt, in dem ein Spurhalteassistent unter realen Bedingungen aktiv war. Das System kann durch leichtes Gegenlenken eingreifen, wenn der Fahrer unkonzentriert die Fahrbahnmarkierungen überfährt.


Das Ergebnis der Studie war, dass bei allen 50 Teilnehmern das Stresslevel stieg, sobald sie sich auf den Lenkassistent verlassen sollten. Wie Psychologin Corinna Seidler erklärte, äußerte sich dies durch feuchte Hände sowie Herzrasen und einen gesteigerten Puls. Dies liege einerseits daran, dass es Autofahrern schwer falle, die Kontrolle abzugeben. Andererseits sei die Technologie aber auch noch nicht ausgereift, so dass der Assistent ausfallen könne und dies die Testfahrer belaste, erklärte die Forscherin.