| 21:38 Uhr

Saarbrücken
Strafe für Liegestütze auf Saarbrücker Altar

Saarbrücken. Das Oberlandesgericht des Saarlandes hat in dritter Instanz den Saarbrücker Künstler Alexander Karle wegen Störung der Religionsausübung und Hausfriedensbruch verurteilt. Über das Strafmaß entscheidet nun das Landgericht. Der heute 40-Jährige hatte sich 2016 bei Liegestützen auf dem Altar der katholischen Basilika St. Johann gefilmt. Daraus machte er eine Videoinstallation, mit der er gegen den Leistungsdruck in einer Gesellschaft protestieren wollte. Karle betonte, dass er damals „in Liebe und im Glauben an Gott gehandelt“ habe. Er hatte auf Freispruch gehofft. Die Richter bescheinigten ihm, dass er mit seiner Kunstaktion in besonders roher Form die religiöse Bedeutung des Altars missachtet, sie bei seinen Liegestützen quasi mit Füßen getreten habe.

Das Oberlandesgericht des Saarlandes hat in dritter Instanz den Saarbrücker Künstler Alexander Karle wegen Störung der Religionsausübung und Hausfriedensbruch verurteilt. Über das Strafmaß entscheidet nun das Landgericht. Der heute 40-Jährige hatte sich 2016 bei Liegestützen auf dem Altar der katholischen Basilika St. Johann gefilmt. Daraus machte er eine Videoinstallation, mit der er gegen den Leistungsdruck in einer Gesellschaft protestieren wollte. Karle betonte, dass er damals „in Liebe und im Glauben an Gott gehandelt“ habe. Er hatte auf Freispruch gehofft. Die Richter bescheinigten ihm, dass er mit seiner Kunstaktion in besonders roher Form die religiöse Bedeutung des Altars missachtet, sie bei seinen Liegestützen quasi mit Füßen getreten habe.