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Vaterland statt Heimatland
Steinmeier gegen Änderung der Nationalhymne

Saarbrücken. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich in die Debatte um eine geschlechtsneutrale Sprache in der Nationalhymne eingeschaltet. „Nein. Ich bin nicht dafür, den Wortlaut zu ändern“, sagte Steinmeier gestern im SZ-Redaktionsgespräch. Die Gleichstellungsbeauftragte im Bundesfamilienministerium, Kristin Rose-Möhring, hatte vorgeschlagen, in dem Text der dritten Strophe künftig statt „Vaterland“ besser „Heimatland“, statt „brüderlich mit Herz und Hand“ nun „couragiert mit Herz und Hand“ zu singen. Von Frauke Scholl
Frauke Scholl

(SZ) Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich in die Debatte um eine geschlechtsneutrale Sprache in der Nationalhymne eingeschaltet. „Nein. Ich bin nicht dafür, den Wortlaut zu ändern“, sagte Steinmeier gestern im SZ-Redaktionsgespräch. Die Gleichstellungsbeauftragte im Bundesfamilienministerium, Kristin Rose-Möhring, hatte vorgeschlagen, künftig statt „Vaterland“ besser „Heimatland“, statt „brüderlich mit Herz und Hand“ nun „couragiert mit Herz und Hand“ zu singen.


Steinmeier ging auch auf die aktuelle Diskussion um den Ausschluss von Ausländern bei der Essener Tafel und den Vorwurf von Sozialverbänden ein, der Staat tue zu wenig gegen Armut. „Es ist nicht alles auf die Höhe von staatlichen Transferzahlungen zurückzuführen“, sagte der Präsident. „Klar ist aber auch: Die Politik muss Sorge dafür tragen, dass es nicht zu einer Konkurrenz der Bedürftigen kommt, die sich dann auch noch aggressiv äußert.“