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Presseschau
Spannung vor Doping-Beschluss

Die „Emder Zeitung“ kommentiert die Enthüllungen zum systematischen Doping in Russland:

Die neuesten Enthüllungen des russischen Whistleblowers Grigori Rodschenkow (...) katapultieren Doping in eine unvorstellbare Dimension. Demnach sollte Rodschenkow die Proben einer ukrainischen Biathletin bewusst verschmutzen, damit die größte Konkurrentin bei den Spielen in Sotschi außer Gefecht gesetzt wird. Dienstag wird das Internationale Olympische Komitee über eine Sperre Russlands für die Spiele in Südkorea entscheiden. Auch wenn nicht der gesamte russische Kader des Dopings verdächtigt werden sollte, es würde angesichts der Enthüllungen ein Beigeschmack bleiben.


Die „Rhein-Neckar-Zeitung“ (Heidelberg) bewertet die US-Steuerreform kritisch:



Die Pläne der Republikaner erinnern stark an die Steuerreformen unter Ronald Reagan in den achtziger Jahren. Schon damals trat die Erwartung nicht ein, dass sich massive Steuersenkungen für Reiche und Unternehmen durch einen Wirtschaftsaufschwung refinanzieren würden. Dass die Republikaner, die in der Opposition stets auf strikte Haushaltsdisziplin pochten, dennoch zustimmen, liegt vor allem daran, dass sie dringend eine große Reform umsetzen müssen.

Die „Volksstimme“ (Magdeburg) geht auf den Streit um die finanzielle Förderung der freiwilligen Rückkehr von Flüchtlingen ein:

Ein Zuwanderungsgesetz kann angesichts des enormen Wohlstandsgefälles in der Welt zwar nicht alle Probleme lösen, es kann sie aber lindern. Und eines muss dann auch klar geregelt sein: Wer um Asyl bittet, aber keines bekommen kann, muss zurück. Er darf sich dann nicht sogleich um eine Einwanderung aus wirtschaftlichen Gründen bewerben. Nach dem Motto: Wenn das eine nicht klappt, probiere ich das andere. Nur eine klare Haltung verhindert, dass das Asylrecht ausgehöhlt wird. Jeder, der nach Deutschland kommen will, muss wissen, warum er diesen Schritt geht. Als Verfolgter bekommt er hier Schutz. Und als Einwanderer eine Chance.

Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ bilanziert den AfD-Parteitag:

Die AfD hat sich noch weiter nach rechts bewegt. Die Gemäßigten wurden im Kampf um die Parteispitze schwer gedemütigt, die Parteirechte hat ihre Macht gezeigt. Es ist bezeichnend, dass in Hannover kaum über Inhalte gesprochen wurde. Stattdessen hat die AfD unter Beweis gestellt, dass sie die Kunst des Kuhhandels und der Ämterhäufung schon recht virtuos beherrscht, die sie so gern den sogenannten Altparteien vorwirft.