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Bayerns Ministerpräsident
Söder baut Kabinett kräftig um

München. Bayerns neuer Regierungschef entlässt fünf Minister seines Vorgängers Seehofer.

Bayerns neuer Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat mit der Bildung seines ersten Kabinetts für mehrere Überraschungen gesorgt. Söder verzichtete in seiner gestern im bayerischen Landtag vereidigten Ministerriege gleich auf fünf Ressortchefs seines Vorgängers Horst Seehofer. Der Ministerpräsident sagte, er wolle ein Signal für „Aufbruch und Erneuerung“ setzen. Sein Kabinett sei deshalb jünger als das unter Seehofer.


Unter den Entlassenen befindet sich Ludwig Spaenle, der ein Superministerium für Wissenschaft und Bildung führte. Sein Rauswurf kam auch deshalb überraschend, weil Spaenle als einer der wichtigsten Unterstützer Söders in dessen Machtkampf mit Seehofer galt. Auch Umweltministerin Ulrike Scharf flog überraschend aus dem Kabinett – dazu Sozialministerin Emilia Müller, Landwirtschaftsminister Helmut Brunner und Europaministerin Beate Merk.

Söder gab hingegen seinen zwischenzeitlichen Konkurrenten um das Ministerpräsidentenamt, Joachim Herrmann und Ilse Aigner, wichtige Posten. Herrmann bleibt Innenminister und bekommt ergänzt die Zuständigkeit für den Bereich Integration. Aigner, die bisher Wirtschaftsministerin war, führt nun ein neu geschaffenes Ministerium für Bauen, Wohnen und Verkehr.