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Deutsches Rettungsschiff
Seehofer stellt Forderungen für „Lifeline“-Migranten

Valletta/Berlin. Das deutsche Rettungsschiff „Lifeline“ mit etwa 230 aus Seenot geretteten Migranten an Bord darf nach tagelangem Ausharren auf hoher See einen maltesischen Hafen anlaufen.

Das sagte gestern Maltas Ministerpräsident Joseph Muscat. Vor dieser Zusage hatte die Regierung des EU-Inselstaates sicherstellen wollen, dass die Migranten auf EU-Länder verteilt werden. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) nannte am Rande des Innenausschusses jedoch Bedingungen für eine mögliche Aufnahme von Flüchtlingen. Eine Voraussetzung sei, dass das Schiff festgesetzt werde und kein „Präzedenzfall“ für andere Rettungsschiffe geschaffen werde. Zwischen Libyen und Südeuropa dürfe es kein „Shuttle“ geben.