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Straßburg
Sedlmayr-Mörder: Kein Recht auf Vergessen im Netz

Straßburg. Die 1993 verurteilten Mörder des Schauspielers Walter Sedlmayr haben kein Recht darauf, dass ihre Namen aus online archivierten alten Pressetexten getilgt werden. Das entschied gestern der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg.

Die Beschwerde der beiden Halbbrüder richtete sich gegen eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH). Dieser hatte ihre Unterlassungsklagen gegen drei deutsche Medienhäuser abgewiesen.


Die beiden Beschwerdeführer sahen ihr Menschenrecht auf Achtung des Privatlebens verletzt. Dem folgten die Straßburger Richter nicht. Die Pressefreiheit erlaube es Journalisten, selbst zu entscheiden, welche Details sie veröffentlichen – zumal dann, wenn ein großes öffentliches Interesse bestehe.