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Schneefälle stürzen Paris ins Chaos

Paris. Nach den stärksten Schneefällen seit mehr als 20 Jahren hat der Großraum Paris gestern eine Ausnahmesituation durchlebt. Der Busverkehr war stark eingeschränkt, im Umland von Paris fiel teilweise die Schule aus, da keine Busse fuhren. Autofahrer kamen nur ganz langsam voran

Paris. Nach den stärksten Schneefällen seit mehr als 20 Jahren hat der Großraum Paris gestern eine Ausnahmesituation durchlebt. Der Busverkehr war stark eingeschränkt, im Umland von Paris fiel teilweise die Schule aus, da keine Busse fuhren. Autofahrer kamen nur ganz langsam voran. "Ich habe für 500 Meter fünf Stunden gebraucht", berichtete ein Mann, der im Süden von Paris unterwegs war und schließlich sein Auto stehen ließ. Die Armee räumte in der Nacht liegen gebliebene Autos von den Straßen. 5000 Polizisten regelten den Verkehr. Mehr als 3000 Menschen verbrachten die Nacht in Notunterkünften, da sie es nicht mehr nach Hause schafften. Am Flughafen Roissy-Charles de Gaulle saßen tausende Reisende fest, nachdem am Mittwoch mehr als hundert Flüge entfielen.In Edinburgh kam gestern ebenfalls die Armee zum Einsatz. Die Soldaten sollten unter anderem die Straßen rund um Krankenhäuser und Pflegeheime von Schnee und Eis befreien. Die Schotten leiden seit fast zwei Wochen unter Schneemassen, die sich bis zu 70 Zentimeter hoch auftürmen. Einige abgelegene Dörfer sind von der Außenwelt abgeschnitten. Am Mittwoch waren Temperaturen von minus 18 Grad gemessen worden. afp/dpa