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Breitbandausbau im Saarland
Landesregierung: Bald schnelles Internet für alle

Bald soll es im Saarland überall schnelles Internet geben (Symbolfoto).
Bald soll es im Saarland überall schnelles Internet geben (Symbolfoto). FOTO: dpa / Daniel Reinhardt
Saarbrücken. Die Staatskanzlei versichert, dass es im Saarland bis zum 31. Dezember ein nahezu flächendeckendes Breitbandnetz geben wird. Von Fatima Abbas
Fatima Abbas

Die Landesregierung ist zuversichtlich, bis Ende des Jahres nahezu alle saarländischen Haushalte mit einem 50-Megabit-Breitbandanschluss versorgen zu können. Das geht aus einer Antwort der Staatskanzlei auf eine SZ-Anfrage hervor. Die mit dem Ausbau in unterversorgten Gebieten beauftragten Netzbetreiber Deutsche Telekom, VSE Net und Inexio wollen demnach bis zum Stichtag am 31. Dezember allein dort 70 000 Haushalten und Betrieben einen schnellen Zugang zum Internet ermöglichen.


Zweifel an der Umsetzbarkeit waren durch eine Antwort auf eine Anfrage der FDP-Fraktion an die Bundesregierung aufgekommen. Daraus geht hervor, dass bisher lediglich 80,2 Prozent der saarländischen Haushalte mit einer schnellen Leitung versorgt seien, mit der beispielsweise der Empfang hochauflösender TV-Bilder möglich ist. Damit liege das Saarland 2,7 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt und im Ländervergleich abgeschlagen auf Platz 12. Grundlage dieser Einschätzung sind Daten, die der Tüv Rheinland von den Unternehmen, die den Internetausbau im Saarland seit Mai 2017 umsetzen, bis 30. Juni 2018 gesammelt hatte. Demnach hinkt der Netzausbau vor allem im Landkreis Merzig-Wadern mit einer Versorgungsquote von 66,1 Prozent und in St. Wendel mit 66,5 Prozent hinterher. Besser schneiden der Regionalverband Saarbrücken (80 Prozent), Neunkirchen (81,5) und Saarlouis (84,7) ab. Die beste Internetversorgung hat der Saarpfalz-Kreis mit 91,6 Prozent.

Die Staatskanzlei weist jedoch darauf hin, dass es sich bei diesen Zahlen um einen Zwischenstand handele. „Ein großer Teil der tatsächlichen Netzinbetriebnahmen“ sei nicht abgebildet, da die Betreiber es versäumt hätten, Daten an den Tüv zu übermitteln. Viele Bauprojekte würden zudem erst in den Monaten Oktober bis Dezember umgesetzt. „Wir arbeiten mit Hochdruck“, versicherte Thomas Haböck, Projektleiter des Zweckverbands e-Go Saar, der den Breitbandausbau koordiniert.