Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 00:00 Uhr

Saarländer pilgern an den Zuckerhut

Saarbrücken/Rio. Rio im Papst-Fieber: Mindestens 85 Pilger aus den Bistümern Trier und Speyer, davon 16 Saarländer, sind mit dabei beim Weltjugendtag am Zuckerhut. Auch Sybille Schönbucher. red

"Vor einem Jahr habe ich mich angemeldet und nun geht es los", freut sich die Saarbrückerin. Die 27-Jährige reist schon seit mehreren Tagen mit der Trierer Gruppe durch Brasilien. Zuletzt verbrachten sie einige Nächte bei Gastfamilien in Maringá, einer 350 000-Einwohner-Großstadt im Süden des Landes. "Die Menschen hier haben uns ganz viel gegeben und haben uns in ihr Leben aufgenommen", sagt sie.

Schönbucher besuchte in der Kirchengemeinde auch soziale Einrichtungen wie Altenheime und Drogentherapiestellen. Denn gerade Drogensucht ist eines der zentralen Probleme, mit denen das Land seit Jahrzehnten zu kämpfen hat. Laut Vereinten Nationen wird in keinem Land der Welt so viel Kokain und Crack konsumiert wie in Brasilien. Drei Prozent der Bevölkerung, also knapp sechs Millionen Menschen, hätten schon Drogen genommen. Hunderttausende stecken fest im Drogensumpf, warnt die staatliche Universität von Sao Paulo.

Auch bei den Begegnungstagen der Pilger des Bistums Speyer ging es um das Thema Drogen. Sie besuchten unter anderem die katholische Einrichtung "Fazenda da Esperança" im Bundesstaat Pernambuco. Dort erhalten die "Drogados", wie die Abhängigen in Brasilien genannt werden, eine zweite Chance. "Nach einem Jahr bleiben zirka 80 Prozent der Menschen dauerhaft clean. Fantastisch", sagt Carsten Leinhäuser. Der Pfarrer aus Speyer reist seit vergangener Woche durch Brasilien und ist begeistert. "Es ist einfach unmöglich, all das, was wir erlebt haben, mit ein paar Zeilen zu beschreiben", heißt es an einer Stelle im Reiseblog convidados.de, das die Pilger aus Speyer über ihre Reise ins Netz gestellt haben.

Ein erstes Fazit steht auch für den Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters schon fest - noch bevor der Weltjugendtag richtig angefangen hat. Er sagt: "Aus Fremden sind Freunde geworden."