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Saar-Hochschulen dürfen mit mehr Geld rechnen

Saarbrücken. Die Landesregierung will gute Forschung künftig besser finanzieren, kündigt Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer an. Ein Ziel sei es dabei, die Exzellenz-Bereiche der Uni zu verteidigen. Peter Bylda,Thomas Sponticcia (SZ)

Die saarländischen Hochschulen können in den kommenden Jahren mit mehr Geld rechnen. Das hat Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU ) im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung im Vorfeld des IT-Gipfels in der kommenden Woche angekündigt. Die Erhöhung des Landeszuschusses für die Saar-Uni und die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) dürfe aber keinesfalls als "ein Freifahrtschein" für höhere Ausgaben missverstanden werden. Der Nachschlag zum Haushalt werde an konkrete Projekte geknüpft. Als wichtigste Aufgabe betrachtet es die Ministerpräsidentin, die auch Wissenschaftsministerin ist, die Position der Saar-Uni in der Exzellenz-Initiative zu verteidigen. Dabei spielt die Informatik die Schlüsselrolle. In der vergangenen Runde dieses Forschungswettbewerbs der Hochschulen hatte die Uni sehr gut abgeschnitten. Den sogenannten Exzellenz-Cluster der Informatik gelte es unbedingt zu erhalten. Annegret Kramp-Karrenbauer forderte die anderen Fakultäten zu zusätzlichen Anstrengungen auf. Das Land werde erfolgreiche Projekte mitfinanzieren.



Wie hoch der Nachschlag für die Saar-Uni - sie erhält derzeit rund 179 Millionen Euro pro Jahr, die HTW 25,5 Millionen - ausfallen wird, sei noch nicht zu beziffern. Dies hänge unter anderem von Gesprächen mit dem Bundesfinanzministerium zur Haushaltskonsolidierung ab.

Die Landesregierung gehe aber davon aus, dass es auch grundsätzlich Anlass gebe, über die 2018 auslaufenden Finanzvereinbarungen mit den Hochschulen zu reden. Das Land hat seinen jährlichen Globalzuschuss bis Ende des Jahrzehnts auf dem heutigen Stand eingefroren. Die Hochschulen erhalten für Tarifsteigerungen von bis zu 2,5 Prozent keinen Ausgleich - die Uni hat unter anderem aus diesem Grund ein Sparprogramm aufgelegt. Die Landesregierung prüfe nun Möglichkeiten, Saar-Uni und HTW ab 2020 bei solchen Ausgabenerhöhungen zu entlasten, erklärte Annegret Kramp-Karrenbauer . > : Interview