| 21:12 Uhr

Bundesverfassungsgericht
Rocker kämpfen in Karlsruhe gegen Kutten-Verbot

Karlsruhe. Eigentlich sind die Rockergruppen Bandidos und Hells Angels Rivalen, die sich zuweilen brutal bekriegen. Jetzt haben sich regionale Vertreter der beiden Rocker-Vereinigungen zusammengetan, um wegen des Verbots ihrer Clubzeichen zu klagen.

Sie reichten gestern beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe Beschwerde gegen das neue Vereinsgesetz ein, das ihnen verbietet, diese Symbole öffentlich zu tragen. Demnach dürfen die Hells Angels nicht mehr mit dem geflügelten Totenkopf auf der Jacke herumlaufen, und den Bandidos ist es untersagt, die Abbildung eines Sombrero tragenden und bewaffneten Mexikaners auf ihren Lederwesten zu zeigen. Das Symbolverbot treffe flächendeckend alle regionalen Untervereine der Hells Angels und Bandidos, obwohl die meisten sich nichts hätten zuschulden kommen lassen, sagte Reinhard Peters, der die Bandidos MC Gelsenkirchen vertritt. Lutz Schelhorn von den Hells Angels MC Stuttgart ergänzte: „Wir trugen das Zeichen 37 Jahre und mussten jetzt alle Klamotten austauschen und unsere Clubräume umdekorieren.“