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Karlsruhe/Chemnitz
Rechtsextremisten aus Chemnitz unter Terrorverdacht

Karlsruhe/Chemnitz. (dpa/epd) Die Polizei hat eine Gruppe von mutmaßlichen Rechtsterroristen aus Chemnitz ausgehoben, die am Tag der Deutschen Einheit einen Anschlag geplant haben soll.

Am Montag ließ der Generalbundesanwalt sieben Männer festnehmen, die eine rechtsterroristische Vereinigung gegründet haben sollen. Ein siebter Mann, offenbar der Anführer, saß bereits in Untersuchungshaft. Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft erklärte, was genau für den 3. Oktober geplant war und an welchem Ort, „wissen wir derzeit noch nicht“.


Die Gruppe namens „Revolution Chemnitz“ hatte bewaffnete Angriffe auf Ausländer, Politiker und Journalisten ins Auge gefasst. Die Männer wollten demnach mit Gewalt gegen den Rechtsstaat kämpfen und hatten sich auch um halbautomatische Schusswaffen bemüht. Den Angaben zufolge gehören die Beschuldigten der Hooligan-, Skinhead- und Neonazi-Szene im Raum Chemnitz an. Die Terrorgruppe bildete sich demnach im September kurz nach den fremdenfeindlichen Übergriffen und Protesten in der Stadt.