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Studie
Rechtsextremismus und Islamismus stärken einander

Berlin. Islamfeindlichkeit und Islamismus im Internet befördern sich gegenseitig und führen zur weiteren Polarisierung in der Gesellschaft. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Freitag in Berlin vorgestellte Studie unter dem Titel „Hassliebe“ des Institutes für Demokratie und Zivilgesellschaft und des Institute for Strategic Dialogue.

„Extreme Rechte und Islamisten lehnen Freiheit, Pluralismus und Liberalismus ab“, sagte Politikwissenschaftler und Co-Autor Maik Fielitz.


Gemeinsam sei beiden Gruppen die Dämonisierung von fremden Gruppen, die eigene Opferidentität, der Antisemitismus und der Glaube an Verschwörungstheorien. Dabei lernten beide Bewegungen voneinander – bei Kommunikationsstrategien wie auch bei der Abwehr der Strafverfolgung. „Es geht ihnen darum, die Demokratie notfalls mit Gewalt abzuschaffen und durch einen Führerstaat oder die Scharia zu ersetzen“, sagte Fielitz.

Für die Studie analysierten die Autoren mehr als 10 000 islamistische und rechtsextremistische Facebook-Einträge sowie knapp 1,5 Millionen deutschsprachige muslimfeindliche Twitter-Beiträge zwischen 2013 und 2017.