| 21:12 Uhr

Rotlicht-Milieu
Prostituierte im Saarland ignorieren Anmeldepflicht

Saarbrücken. Nur etwa jede achte Prostituierte im Saarland hat sich seit Jahresbeginn wie vorgeschrieben bei den Behörden angemeldet. Nach Angaben des Regionalverbands Saarbrücken, der saarlandweit für das Anmeldeverfahren zuständig ist, wurden bis dato 137 Meldebescheinigungen ausgestellt. Nach Schätzungen der Polizei arbeiten rund 1000 Prostituierte im Saarland – also rund acht Mal so viele, wie sich bislang angemeldet haben. Auch von den geschätzt rund 200 Bordellen im Saarland hat sich bislang nur ein Viertel angemeldet. Das neue Prostitutionsschutzgesetz, um das die große Koalition in Berlin jahrelang gerungen hatte, soll unter anderem den Schutz vor Zwangsprostitution und Ausbeutung stärken. Bei Betroffenen ist das Regelwerk umstritten. Von Johannes Schleuning
Johannes Schleuning

Nur etwa jede achte Prostituierte im Saarland hat sich seit Jahresbeginn wie vorgeschrieben bei den Behörden angemeldet. Nach Angaben des Regionalverbands Saarbrücken, der saarlandweit für das Anmeldeverfahren zuständig ist, wurden bis dato 137 Meldebescheinigungen ausgestellt. Nach Schätzungen der Polizei arbeiten rund 1000 Prostituierte im Saarland – also rund acht Mal so viele, wie sich bislang angemeldet haben. Auch von den geschätzt rund 200 Bordellen im Saarland hat sich bislang nur ein Viertel angemeldet. Das neue Prostitutionsschutzgesetz, um das die große Koalition in Berlin jahrelang gerungen hatte, soll unter anderem den Schutz vor Zwangsprostitution und Ausbeutung stärken. Bei Betroffenen ist das Regelwerk umstritten.