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Kreml-Chef
Putin droht der Nato mit dem Bau neuer Raketen

Russlands 
Präsident 
Wladimir Putin.
Russlands Präsident Wladimir Putin. FOTO: dpa / Pavel Golovkin
Moskau. Russland will mit Kurz- und Mittelstreckenraketen aufrüsten, sollten die USA einen der wichtigsten nuklearen Abrüstungsverträge aufkündigen. „Etwa zehn Länder sind bereits dabei, solche Waffen zu produzieren. dpa

Nur Russland und die USA haben sich auf bilateraler Ebene eingeschränkt“, sagte Kremlchef Wladimir Putin gestern in Moskau. Die Amerikaner gingen offenbar davon aus, dass sich die Situation verändert habe und sie deshalb solche Waffen besitzen sollten. „Wie werden wir antworten? Ganz einfach: Wir werden das gleiche tun“, sagte der Präsident.


Die USA hatten Russland am Dienstag ein Ultimatum von 60 Tagen gesetzt, um die neuen Marschflugkörper zu vernichten. Die Waffen des Typs SSC-8 verstießen gegen den INF-Vertrag zum Verzicht auf atomare Mittelstreckenwaffen. Die Nato warf Russland erstmals geschlossen vor, gegen den INF-Vertrag zu verstoßen. Moskau bestreitet das.

Putin warf den USA vor, keine Beweise für einen Vertragsbruch vorgelegt zu haben. Er unterstellte der US-Regierung, schon lange den Ausstieg geplant zu haben und die Vorwürfe nur als Vorwand nutzen zu wollen. „Im Pentagon-Budget ist bereits eingeplant, dass diese Raketen entwickelt werden“, ist der Kremlchef überzeugt.