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Einsatz beendet
Polizisten waren eine Million Stunden im Hambacher Forst

Kerpen. Es waren viele heiße Tage im Wald, nicht nur für Umweltaktivisten: Der Einsatz im Braunkohletagebau Hambacher Forst hat die Polizei in diesem Jahr bislang rund eine Million Arbeitsstunden gekostet. Das schätzt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und begrüßte die Entscheidung des nordrhein-westfälischen Innenministers Herbert Reul (CDU), den Einsatz zu beenden. depd/dpa

Allein in den vergangenen fünf Wochen seien täglich bis zu 2000 Beamte im Forst gewesen, erklärte die GdP. Die Extra-Arbeit rund um die Räumung und die Demonstrationen von Braunkohle-Gegnern müsse zeitnah vergütet werden.


Seit Mitte September hatte die Polizei auf Weisung der NRW-Landesregierung 86 Baumhäuser von Waldbesetzern geräumt, die seit Jahren gegen Rodungspläne des Energiekonzerns RWE protestieren. Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte am Freitag ein vorläufiges Rodungsverbot verhängt, bis über eine Klage des BUND gegen den weiteren Braunkohle-Abbau entschieden ist.