| 20:41 Uhr

Nach mehreren Vorfällen
Polizeigewerkschaft will härtere Strafen für Messerstecher

Berlin/Saarbrücken. Angesichts immer neuer Berichte über Messerattacken fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft höhere Strafen. Gezielte Stiche gegen andere Menschen sollten grundsätzlich als versuchtes Tötungsdelikt mit mindestens einem Jahr Haft und nicht nur als gefährliche Körperverletzung geahndet werden. „Damit kann sofortige Untersuchungshaft angeordnet werden und im Falle, dass die Tat von einem Flüchtling ausging, auch eine konsequente Abschiebung erfolgen“, erklärte die Gewerkschaft. Außerdem sei eine gesonderte statistische Erfassung der Taten nötig, die bisher fehlt.

Angesichts immer neuer Berichte über Messerattacken fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft höhere Strafen. Gezielte Stiche gegen andere Menschen sollten grundsätzlich als versuchtes Tötungsdelikt mit mindestens einem Jahr Haft und nicht nur als gefährliche Körperverletzung geahndet werden. „Damit kann sofortige Untersuchungshaft angeordnet werden und im Falle, dass die Tat von einem Flüchtling ausging, auch eine konsequente Abschiebung erfolgen“, erklärte die Gewerkschaft. Außerdem sei eine gesonderte statistische Erfassung der Taten nötig, die bisher fehlt.


In den vergangenen Monaten kam es bundesweit mehrfach zu brutalen Messerattacken unter jungen Leuten – auch im Saarland, etwa in Dillingen und Saarbrücken. Die Polizeigewerkschaft GdP im Land sprach von einer „gefühlten“ Zunahme der Taten, die saarländische Polizei verwies auf fehlende Daten. Nun soll es eine gesonderte Auswertung geben.