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Papst ohne Angst



Meinung:

Papst ohne Angst

Von SZ-RedakteurThomas Schäfer

Dieser Papst hat Mumm. Dass er sich in einer der Hochburgen des organisierten Verbrechens mit den Mafiosi anlegt und ihnen ins Gesicht sagt, wie sehr sie "stinken", beweist: Franziskus scheut beim Versuch, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, kein Risiko. Es scheint ihm egal zu sein, wenn er zur Zielscheibe verschiedenster Gegner wird, denn er glaubt, dass ihn der Herr nur für eine "kurze Sache" eingesetzt hat. Diese kurze Zeit will er ohne Rücksicht auf Verluste nutzen. Wobei in Neapel noch deutlich mehr Menschen Mut brauchen. Der Papst kann die Probleme nur ansprechen, lösen müssen sie andere - unter lebensgefährlichen Bedingungen.