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Kommentar
Nicht nur was für Öko-Freaks

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Schwere Stürme, Hitze und Trockenheit suchten den Planeten seit der Pariser Klimakonferenz 2015 heim. Dass diese Wetterphänomene mit dem Klimawandel zusammenhängen, bestreitet inzwischen kaum einer. Außer Donald Trump. Er war der große Abwesende des Pariser Klimagipfels am gestrigen Dienstag. Das Megatreffen mit rund 4000 Teilnehmern war eine Antwort auf den Ausstieg des US-Präsidenten aus dem Klimaabkommen. Die Ansage: „Wir machen weiter mit dem Schutz unseres Planeten – auch ohne dich.“ Dass Emmanuel Macron die neue Allianz der Klimaretter anführt, liegt in der Logik der Sache. Wurde doch der bisher ehrgeizigste Klimavertrag in Paris unterzeichnet.

Neu ist, dass auch große Unternehmen zur Allianz der Klimaretter gehören. Der Kampf gegen den Klimawandel ist nicht mehr nur die Sache einiger Öko-Freaks. Die Investitionen lohnen sich. Konzerne wie der Versicherer AXA haben das verstanden. Zum Glück. Denn die Gefahr von Klimakatastrophen war noch nie so groß. Deshalb wäre auch Deutschland gefragt. Doch Bundeskanzlerin Angela Merkel war in Paris nicht anwesend. Eine verpasste Chance.