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Ausnahmezustand
Neue Entlassungswelle und Dekrete in der Türkei

Istanbul. Die türkische Regierung hat mehr als 2700 Staatsbedienstete und Mitglieder der Sicherheitskräfte entlassen. Diese erfolgten am Sonntag auf der Grundlage von neuen Dekreten, die im Rahmen des Ausnahmezustands erlassen wurden, wie die Nachrichtenagentur Anadolu meldete.

Die Dekrete besagen zudem, dass im Zusammenhang mit dem Putsch festgenommene Verdächtige in einheitlicher Kleidung vor Gericht erscheinen müssen. Staatschef Recep Tayyip Erdogan verglich die Anordnung mit den Regeln im US-Gefangenenlager Guantanamo Bay. Außerdem wurde die Schließung von mehreren Gewerkschaften, zwei Lokalzeitungen und einem Krankenhaus angeordnet.