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Kommentar
Mit Kanonen auf Spatzen

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Jeder Schwarzfahrer verursacht einen Schaden, den diejenigen ausgleichen müssen, die sich ordnungsgemäß ein Ticket kaufen – vor allem über steigende Fahrscheinpreise. Das ist ein großes Ärgernis. Schwarzfahrer jedoch ins Gefängnis zu stecken, erinnert an den alten Spruch, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.

Das Problem lässt sich ganz einfach aus der Welt schaffen: Die Einrichtung von Zugangskontrollen ist der beste Weg, um Schwarzfahrten effektiv zu verhindern, die Ehrlichen zu schützen und unter dem Strich auch die Strafjustiz zu entlasten. Warum das nicht geschieht, liegt freilich auf der Hand. Es sind die Kosten, die die Verkehrsbetriebe davon abhalten. Doch das ist nicht hinzunehmen. Der Steuerzahler darf nicht als Lückenbüßer herhalten,  und der Schwarzfahrer nicht als Krimineller stigmatisiert werden, nur weil die Anbieter ihre Systeme nicht verbessern wollen.