| 21:14 Uhr

Groko-Pläne
Milliarden-Kosten für Mütterrente

Berlin. Die geplante Anhebung der Mütterrenten betrifft rund 2,8 Millionen Rentnerinnen und könnte die Rentenkasse im Jahr 2019 rund 3,7 Milliarden Euro kosten. Die Deutsche Rentenversicherung bestätigte gestern einen entsprechenden Bericht der „Rheinische Post“. In den Sondierungen hatten Union und SPD vereinbart, die Renten älterer Mütter mit drei und mehr vor 1992 geborenen Kindern um den Wert eines dritten Renten-Entgeltpunkts anzuheben.

Die geplante Anhebung der Mütterrenten betrifft rund 2,8 Millionen Rentnerinnen und könnte die Rentenkasse im Jahr 2019 rund 3,7 Milliarden Euro kosten. Die Deutsche Rentenversicherung bestätigte gestern einen entsprechenden Bericht der „Rheinische Post“. In den Sondierungen hatten Union und SPD vereinbart, die Renten älterer Mütter mit drei und mehr vor 1992 geborenen Kindern um den Wert eines dritten Renten-Entgeltpunkts anzuheben.


Erhielten die Mütter pro Kind künftig jeweils drei Entgeltpunkte gutgeschrieben, kämen auf die Rentenkasse den Berechnungen zufolge allein Mehrausgaben von etwa 3,7 Milliarden Euro zu. Ein Entgeltpunkt entspricht demnach etwa 30 Euro mehr Rente im Monat. Wie die Anhebung konkret ausgestaltet wird, geht aus dem Sondierungspapier indes nicht klar hervor. Würden die Mütter nicht für jedes, sondern erst ab dem dritten Kind je einen dritten Entgeltpunkt erhalten, wären die Kosten geringer.

Kritik kommt von den Linken. Parteichef Bernd Riexinger bezeichnete die Pläne zwar als „Schritt in die richtige Richtung“. Dennoch gehe es weiter ungerecht zu. „Wieso sollten Frauen, die zwei Kinder großgezogen haben, leer ausgehen?“ Riexinger forderte, die Mütterrente aus Steuermitteln zu bezahlen statt aus der Rentenkasse.