| 21:42 Uhr

Streit um Arbeitszeit
Metall-Arbeitgeber im Saarland hadern mit Tarif-Einigung

Saarbrücken. Sattes Gehaltsplus und Recht auf die 28-Stunden-Woche: Im Tarifstreit in der Metall- und Elektroindustrie haben Arbeitgeber und IG Metall einen Durchbruch für Baden-Württemberg erzielt, der am Freitag wohl für das Saarland übernommen wird.  Vereinbart wurden 4,3 Prozent mehr Lohn, Einmalzahlungen sowie eine Arbeitszeit-Flexibilisierung. Unter anderem können Beschäftigte künftig für bis zu zwei Jahre ihre Wochenarbeitszeit auf 28 Stunden absenken. Bei den Saar-Arbeitgebern stieß diese Regelung auf Vorbehalte. Joachim Malter, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie Saar, befürchtet Konflikte in Betrieben: „Für jeden, der seine Arbeitszeit reduzieren will, muss es einen anderen geben, der die gleiche Qualifikation hat und mehr arbeiten möchte“, sagte er der SZ.  Hans Peter Kurtz lobte für die IG-Metall Saarbrücken, man habe es geschafft, dass sich die Arbeitgeber „auf ein völlig neues Arbeitszeit-Modell eingelassen“ haben. Von Pascal Becher
Pascal Becher

Sattes Gehaltsplus und Recht auf die 28-Stunden-Woche: Im Tarifstreit in der Metall- und Elektroindustrie haben Arbeitgeber und IG Metall einen Durchbruch für Baden-Württemberg erzielt, der am Freitag wohl für das Saarland übernommen wird.  Vereinbart wurden 4,3 Prozent mehr Lohn, Einmalzahlungen sowie eine Arbeitszeit-Flexibilisierung. Unter anderem können Beschäftigte künftig für bis zu zwei Jahre ihre Wochenarbeitszeit auf 28 Stunden absenken. Bei den Saar-Arbeitgebern stieß diese Regelung auf Vorbehalte. Joachim Malter, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie Saar, befürchtet Konflikte in Betrieben: „Für jeden, der seine Arbeitszeit reduzieren will, muss es einen anderen geben, der die gleiche Qualifikation hat und mehr arbeiten möchte“, sagte er der SZ.  Hans Peter Kurtz lobte für die IG-Metall Saarbrücken, man habe es geschafft, dass sich die Arbeitgeber „auf ein völlig neues Arbeitszeit-Modell eingelassen“ haben.