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AKK, Merz und Spahn im Vergleich
Drei Bewerber, zwei Richtungen, ein Vergleich

BERLIN. Liberal oder konservativ? Bei der Kampfkandidatur um den CDU-Vorsitz geht es auch um eine Richtungsentscheidung, heißt es. Ist das so? Und wofür stehen die drei Haupt-Kandidaten? Ein Blick auf aktuelle und frühere Positionen. red

Eine Woche nach den Eilmeldungen aus dem CDU-Präsidium mit der Nachricht, dass Angela Merkel schon Anfang Dezember als Parteichefin aufhört, sitzen die wichtigsten Frauen und Männer der Partei am Sonntag wieder im Konrad-Adenauer-Haus zusammen und staunen über sich selbst: Da bricht das irgendwann Absehbare über sie herein, doch die Hektik hat sich nach nicht mal einer Woche schon gelegt. Als „bemerkenswert gelöst“ beschreibt ein Teilnehmer die Stimmung. Das hängt damit zusammen, dass es nicht darum geht, schnellstmöglich irgendwelche Seilschaften zu bilden, um dem einen oder anderen Startvorteile zu verschaffen. Das Präsidium und danach der Vorstand setzen auf den Verzicht von Vorfestlegungen. Mehr denn je soll die CDU-Basis die Wahl haben und sich in acht Regionalkonferenzen selbst ein Bild davon machen, was die drei aussichtsreichsten Kandidaten Annegret Kramp-Karrenbauer, Friedrich Merz und Jens Spahn persönlich auszeichnet und mit welchen Themen sie die CDU wohin führen wollen. Bei der geheimen Wahl auf dem Parteitag am 7. Dezember in Hamburg ist dann jeder Delegierte allein seinem Gewissen verantwortlich. Dabei werden auch die Erwartungen eine Rolle spielen, wann es unter wessen Führung zu einem Wechsel im Kanzleramt kommt. Und wohin die Reise dann geht, auch in Sachen Koalition in Berlin. Spekuliert wird bereits viel – über die Ära nach Angela Merkel.