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Lebacher gesteht Schüsse auf fahrende Autos

Saarbrücken/Lebach. Nach Schüssen auf mindestens 13 Fahrzeuge in der Nähe von Lebach hat die Polizei noch am Donnerstagabend zwei Männer verhaftet. Einer gestand die Schüsse und führte die Ermittler am Freitag zur Tatwaffe. Ute Kirch

Schneller Fahndungserfolg für die Saar-Polizei: Gut 17 Stunden nach den Schüssen auf mindestens 13 vorbeifahrende Autos auf dem Nordring zwischen Lebach-Gresaubach und Steinbach haben die Ermittler noch am Donnerstag gegen 21.30 Uhr zwei tatverdächtige Männer im Alter von 26 und 30 Jahren festgenommen. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, gestand der Jüngere, auf die Autos geschossen zu haben. Er gab an, dass er niemanden verletzen wollte. Am Freitagmorgen führte er die Polizisten zu der Tatwaffe, die er in einem Waldstück nahe dem Tatort versteckt hatte. Es handelt sich dabei um ein Gewehr des Kalibers 22 Millimeter. Der 26-Jährige wurde gestern dem Haftrichter am Amtsgericht Lebach vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen des Vorwurfs des versuchten Mordes in 13 Fällen. Der Verdächtige sitzt in der JVA Saarbrücken in Untersuchungshaft. "Die Polizei geht davon aus, dass er (. . .) billigend in Kauf nahm, die Insassen lebensgefährlich oder gar tödlich zu verletzen", sagte der leitende Kriminaldirektor Harald Schnur.

Über das Motiv des Mannes ist bislang nichts bekannt. Der Saarländer aus Lebach-Steinbach ist arbeitslos und bezieht Hartz IV. Bisher ist er nie polizeilich auffällig geworden. Die Tat ereignete sich laut Polizei am Donnerstag zwischen 4.55 und 5.15 Uhr. Dabei wurde ein Mann durch einen Splitter einer zerbrochenen Scheibe leicht am Arm verletzt. Spuren am Tatort, einem ehemaligen Steinbruch, sowie Zeugenhinweise hatten die Ermittler zu den Männern geführt. Die Vorwürfte gegen den 30-Jährigen wurden am Freitag entkräftet und der Mann entlassen. Die Ermittlungen dauern noch an. >