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Rechter Terror
Kritik im NSU-Prozess: Hinweise ignoriert

München. Im Münchner NSU-Prozess haben die Anwälte der Angehörigen der Terroropfer des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ gestern ihre Plädoyers fortgesetzt – mit erneut massiven Vorwürfen gegen Behörden.

Die Nürnberger Polizei habe zehn Jahre lang gegen die Familie des ersten NSU-Mordopfers, Enver Simsek, ermittelt, sagte die Anwältin der Familie, Seda Basay, in ihrem Plädoyer. Zeugenaussagen, die auf die wirklichen Täter Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt deuteten, seien dagegen ignoriert worden.