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Kramp-Karrenbauer will große Koalition fortsetzen

Saarbrücken. Ende März kommenden Jahres wird im Saarland ein neuer Landtag gewählt. Geht es nach Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, kann danach das „gute Miteinander“ mit der SPD weitergehen. kir/SZ

Die saarländische Ministerpräsidentin und CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer will die 2012 gebildete große Koalition mit der SPD nach der Landtagswahl am 26. März 2017 fortsetzen. "Das war in der ablaufenden Legislaturperiode ein gutes Miteinander, eine Koalition auf Augenhöhe. Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund, das zu ändern", sagte Kramp-Karrenbauer im SZ-Sommerinterview. "Das Projekt, das wir uns vorgenommen haben, ist bei weitem noch nicht beendet", betonte sie.



Die Regierungschefin schloss eine kommunale Gebietsreform nicht aus. Diese sei aber kein Selbstzweck und kein Allheilmittel. Es komme darauf an, die Verwaltung "so schlank wie möglich zu gestalten" und die Identität und Bürgernähe zu wahren.

Nach der jüngsten Umfrage wäre eine Fortsetzung der großen Koalition für die CDU die einzige Möglichkeit, an der Regierung zu bleiben. Zwar verteidigte die Partei bei der Erhebung im Mai mit 34 Prozent der Stimmen ihre Position als stärkste politische Kraft im Land. Eine im Vorjahr zeitweise noch denkbare Alternative Schwarz-Grün ist inzwischen aber in weite Ferne gerückt.

Die SPD , die in der Mai-Umfrage 29 Prozent erreicht hatte, könnte hingegen auch mit Linken (12 Prozent) und Grünen (7) eine Mehrheit bilden. Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger hätte als SPD-Spitzenkandidatin dann die Chance, Kramp-Karrenbauer als Ministerpräsidentin abzulösen. Der erwartete Einzug der AfD in den Landtag sowie die mögliche Rückkehr der FDP könnte die Lage allerdings nochmals deutlich verändern. > : Interview