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Prognose zu Lehrermangel
Langfristig hilft mehr Attraktivität

FOTO: SZ / Robby Lorenz
In den vergangenen 30 Jahren haben sich Lehrerschwemme und Lehrermangel immer wieder abgewechselt. Das war durchaus politisch gesteuert. Mal wurde jungen Leuten ab-, mal zugeraten, Lehrer zu werden. Leider immer so, dass man haarscharf an den Prognosen vorbei studiert hat. Von Hagen Strauss

Glaubt man der neuesten Vorhersage der Kultusminister, gilt für die kommenden Jahre: Bitte werdet Lehrer! Und zwar schnell. Es gibt überzeugende Gründe zu der Annahme, dass die Vorausschau diesmal richtig ist.


Es muss endlich politisch verstärkt gehandelt werden. Die gute Nachricht: Es gibt Maßnahmen, um die akute Lücke zu überbrücken. Bestes Beispiel sind die Einstellungen von Quereinsteigern. Auch Kräfte aus dem Ruhestand stundenweise zurückzuholen, kann Abhilfe schaffen. Die schlechte Nachricht: Alle Maßnahmen dämmen den Notstand nur ein. Wer zugleich langfristig mehr junge Leute motivieren will, muss den Beruf attraktiver machen, angefangen bei einer bundesweit gleichen und besseren Bezahlung.