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| 21:21 Uhr

Köhler klarer Favorit bei Wahl des Präsidenten

Berlin. Die Wiederwahl-Chancen von Bundespräsident Horst Köhler (Foto: ddp) sind unmittelbar vor der Bundesversammlung am 60. Jahrestag der Gründung der Bundesrepublik am heutigen Samstag weiter gestiegen

Berlin. Die Wiederwahl-Chancen von Bundespräsident Horst Köhler (Foto: ddp) sind unmittelbar vor der Bundesversammlung am 60. Jahrestag der Gründung der Bundesrepublik am heutigen Samstag weiter gestiegen. Überraschend sagte am Freitag der Linke-Vorsitzende Lothar Bisky, dass der von Union und FDP vorgeschlagene Amtsinhaber im zweiten Wahlgang Stimmen aus der Fraktion der Linken erhalten könnte. Auch die Freien Wähler aus Bayern betonten ihre Unterstützung für Köhler. Seine Hauptkonkurrentin am Samstag in Berlin ist die von der SPD nominierte Universitätsprofessorin Gesine Schwan (Foto: ddp). Weitere Kandidaten sind für die Linkspartei der Schauspieler Peter Sodann, der aber keine Aussicht auf Erfolg hat. Von den Rechtsextremen wurde als bedeutungsloser Zählkandidat der Sänger Frank Rennicke ins Rennen geschickt. Die 1224 Wahlleute der Bundesversammlung - alle Bundestagsabgeordneten und ebenso viele Entsandte der Landtage - kamen am Freitag fraktionsweise zur Vorbereitung der Wahl zusammen. Merkel rief die Unions-Vertreter auf, Köhler schon im ersten Wahlgang zur erforderlichen absoluten Mehrheit zu verhelfen. In einer Rede sah sie dafür trotz der knappen Mehrheitsverhältnisse Chancen. Die FDP-Vertreter bekräftigten ihr einstimmiges Votum für Köhler. Bei der SPD war auch Schwan anwesend, die zugleich ihren 66. Geburtstag feierte. Die Bundespräsidentenwahl, die um 12 Uhr im Reichstag beginnt, gilt auch als symbolisches Kräftemessen der Lager im Superwahljahr. Köhler könnte schon im ersten Wahlgang gewählt werden. Der 66-Jährige müsste allerdings fast alle 614 Stimmen von CDU/CSU (497), FDP (107) und Freien Wählern (10) erhalten. In den ersten beiden Wahlgängen gilt als gewählt, wer die absolute Mehrheit erhält - das wären 613 Stimmen. Erst im dritten Wahlgang reicht die einfache Mehrheit. dpa/ddp